Wie arrogant doch die fast schon freudige Verkündung des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu war: „Wir haben die Hisbollah in einen strategischen Hinterhalt gelockt und werden sie nun schnell zerschlagen“. Die Hisbollah im Libanon ist aber in besserer Verfassung als von Israel erwartet und es gibt keine Anzeichen für eine Verminderung ihrer Schlagkraft. Im Gegenteil, die "Feinde" Israels bestimmen nun das Tempo und gewinnen an Deutungshoheit.
In einer Zeit, in der der Nahost-Konflikt mit dem israelisch-amerikanischen Angriffskrieg gegen den Iran die gesamte Mittelmeerregion in Aufruhr versetzt, wird die türkische Präsenz auf Zypern erneut zum Ziel polemischer Kommentare. Kritiker, darunter Griechenland, der griechische Teil Zyperns und Israel werfen Ankara vor, ihre Präsenz als "Besatzungsmacht" zu stärken und militärische Schritte wie die mögliche Stationierung von F-16-Kampfjets im Norden der Insel zu nutzen, um weiter Einfluss auszuüben.